– : Fraktal, generiert mit MandelBrowser von Tomasz Śmigielski
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La Gare Saint-Lazare, le train de Normandie (1877) – Gemeinfrei: Claude Monet
Nach dem mehrere Fragen aufkamen, und einige von uns damit basteln, wollen wir im November einige Vorträge und Workshops rund um das Thema DNS machen. DNS steht für Domain Name System und sorgt dafür, dass aus chaosdorf.de eine IP-Adresse wird. Im Internet wird eigentlich nur mit IP-Adressen kommuniziert, daher wird jede Domain wie chaosdorf.de, tagesschau.de oder de.wikipedia.org durch das DNS zu den IP-Adressen ihrer jeweiligen Server aufgelöst.
Der Stammtisch Selfhosting (SSH) findet wie üblich am 1. Montag und somit am 02.11. um 19:30 Uhr statt. Der SSH findet nun im Seminarraum statt, um eine ruhigere Austausch-Atmosphäre zu schaffen abseits des Trubels im Hackcenter. Es wird einen Impuls-Vortrag dazu geben, wie DNS funktioniert und wie ihr eure DNS-Zonen für eure eigene Domains besser managen könnt.
Der Digital Independence Day findet im November eine Woche später als üblich statt, am Sonntag, den 08.11.2026, um 13 Uhr. Hierbei schauen wir uns an, wie wir mit DNS-Servern und v.a. DNS-Adblockern Werbung und Überwachung verhindern können. Viele Geräte überwachen uns durch Werbung und Tracker. Bspw. wurde kürzlich aufgedeckt, dass LG alles beobachtet, was auf Fernsehern angeschaut wird, und auch die Mikros freizügig nutzt, um uns mit Audio zu überwachen. Mit DNS-Adblockern können wir sowohl Werbung als auch solche Überwachung behindern (wenn auch nicht zu 100% verhindern, aber es wirkt Wunder).
Beim Freitagsfoo am 20.11.2026 wird es einen Kurzvortrag „Auch *du* kannst DNS“, bei dem DNS-Records sehr einfach verständlich erklärt werden, und wir uns anschauen, wie du mit Hilfe von AdGuard Home (oder Pi-Hole) Werbung blockieren kannst.
Wenn du Lust hast, auch zum Themenmonat „DNS“ beizutragen, melde dich bei Haris oder mach einfach einen spontanen Vortrag bei einem der Freitagsfoos (ob im November oder außerhalb).
Die US-Regierung will vor allem Zugriff auf Daten von Reisenden. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO/ Marc Bremer; Bearbeitung: netzpolitik.org
Google-Mitgründer Sergey Brin steht an der Spitze im Kampf gegen eine Reichensteuer in Kalifornien. (Archivbild) – Alle Rechte vorbehalten: AFLO
Eine Folgenabschätzung soll kommende Regulierung genau vermessen. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO/wolterfoto, Bearbeitung: netzpolitik.org
Eine kleine Einführung wie unsere Stickmaschine Pfaffbert bedient wird.
Alle kohlenstoff-basierten Wesen dürfen sich gerne eingeladen fühlen.
An beiden Terminen findet der selbe Inhalt statt.
Anschließend an meinen Talk auf den Datenspuren gibt es diesen Termin um mainlining mal auszuprobieren.
An diesem Abend könnt ihr:
Wenn das für euch interessant klingt dann kommt vorbei und macht mit!
Frontex soll mehr Macht und mehr Personal bekommen. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / ANP
Der wiedergewählte brasilianische Präsident Lula mit seinem digitalen Einflüsterer André Janones. (Archivbild) – Alle Rechte vorbehalten: Foto: Fotoarena / Bearbeitung: netzpolitik.orgLeider können wir für den 1. November keinen DIDAY im CCC Hansestadt Hamburg anbieten. Wir sind am 6.12. wieder am Start!
Wer auf Instagram oder Facebook gesperrt wird, verliert Reichweite und Sichtbarkeit. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Iqro Rinaldi
Ohne Aufsehen endete des Projekts "Mein Bildungsraum" (Symbolbild) – CC-BY-SA 4.0: Grabsteindetail Granary-Friedhof Boston: Wikimedia Commons / Rhododendrites; Bearbeitung: netzpolitik.org
Diese Woche im Chaosdorf? Dies! Das! Ananas!
Wieder eine Woche rum, wieder eine Woche näher am 40C3! Da die Voucher-Phase begonnen hat, wurde im Dorf wieder kräftig gelost, diesmal mit selbst gedruckter Bingo-Trommel inklusive Kugeln. Jetzt mit durchgewürfelter Reihenfolge sind bald alle mit Tickets ausgestattet.

Vielen Dank auch an die Orga des NixOS Workshops. Der Samstag war im Dorf gut besucht, mit Nix Installs in VMs, auf Servern, und direkt auf einem Laptop.
Schließlich gab’s auch kulinarisch wieder beste Versorgung am Freitags-Foo, vielen lieben Dank für die Kürbis-Suppe!



Das Monument à la République in Paris trägt gelb. – Alle Rechte vorbehalten: ABACAPRESS / Imago
Wir möchten gemeinsam die Datenspuren 2027 planen. Dieser Termin dient als erster Anlaufpunkt und Kennenlerntreffen für alle Interessierten, die bei der Planung und Organisation bestimmter Aspekte der Datenspuren 2027 mithelfen möchten.
Interessierte brauchen keine Vorerfahrung in Event-Orga, wenn ihr denkt etwas beitragen zu können oder einfach nur interessiert seid dann kommt vorbei oder schaltet euch online zu!
Themen für dieses Treffen können hier im Pad im vornherhein hinterlegt werden.
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Nvidia-Chef Jensen Huang auf dem "Invest in Germany"-Gipfel in Berlin. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Vier Parteien spielten gezielte Wahlwerbung für bestimmte Nutzergruppen aus (Symbolbild) – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Silvan Arnet
Wir stehen auf den Schultern vieler kleiner Giganten. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Chris Curry
Muss da dringend wieder weg: Videoüberwachung am Kottbusser Tor in Berlin. – CC-BY-NC-SA 4.0: netzpolitik.org
Der EU-Rat will die Nutzung von Daten in den meisten Fällen einfacher machen – oft zulasten des Datenschutzes. – Alle Rechte vorbehalten: Ikon Images
Der Bundestag berät momentan einen Ausbau der Geheimdienste – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Christian Lue
Wer in Baden-Württemberg wissen will, ob ein Unternehmen oder eine Behörde rechtmäßig mit personenbezogenen Daten umgeht, kann sich an den Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Tobias Keber, wenden. Doch ausgerechnet seine Behörde soll massiv Personal verlieren.
Der Entwurf des Staatshaushaltsgesetzes 2027 sieht vor, bis zum Ende der Legislaturperiode (2029) 40 Prozent der Stellen abzubauen. Von derzeit 67,5 Stellen sollen 27 wegfallen. Übrig blieben gerade einmal 42 Planstellen. Für 2027 sind zunächst 5,5 Stellen zur Streichung vorgesehen; weitere Kürzungen sollen 2028 und 2029 folgen.
Eine inhaltliche Begründung für diesen drastischen Einschnitt liefert die grün-schwarze Landesregierung unter Ministerpräsident Cem Özdemir nicht. Auffällig ist zudem: Während für die übrige zentrale Verwaltung fünf Prozent Stellenabbau vorgesehen sind, soll die Datenschutzaufsicht 40 Prozent einsparen – eine achtmal so hohe Kürzungsquote.
Der geplante Kahlschlag steht in krassem Widerspruch zur Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) 2018 wirksam wurde, hat sich die Arbeitsbelastung der Datenschutzaufsicht erheblich erhöht. Die Zahl der Beschwerden und gemeldeten Datenpannen ist massiv gestiegen. Zugleich werden Datenverarbeitungen immer komplexer und stellen die Behörde vor neue Herausforderungen.

Quelle: Tätigkeitsberichte des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg. Auswertung: Redaktion Digitalcourage. [Grafik: padeluun, mit Hilfe von KI erstellt]
Die Zahlen verdeutlichen, wie stark sich die Aufgaben der Behörde verändert haben:

Dabei benötigt die Behörde nicht weniger, sondern mehr Personal. Landesdatenschutzbeauftragter Tobias Keber hat dem Landtag in seiner Stellungnahme zum Haushaltsentwurf dargelegt, dass für eine ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung sieben zusätzliche Stellen erforderlich wären. Angesichts von 90 Prozent mehr Beschwerden gegenüber 2024 warnt er davor, mit den geplanten Kürzungen „die Kettensäge am Beschwerderecht der DS-GVO anzusetzen“.
Der Haushaltsentwurf liegt nun beim Landtag.
Die DSGVO verpflichtet die Aufsichtsbehörden, Beschwerden angemessen zu untersuchen und Betroffene innerhalb einer angemessenen Frist über den Fortgang und das Ergebnis zu informieren. Doch wie soll eine Behörde dieser Verpflichtung nachkommen, wenn die Zahl der Beschwerden steigt und gleichzeitig 40 Prozent ihrer Stellen wegfallen sollen?
Die DSGVO und die europäische Datenschutzrichtlinie für den Bereich Polizei und Justiz verpflichten die Mitgliedstaaten ausdrücklich, ihre Aufsichtsbehörden mit ausreichenden personellen, technischen und finanziellen Mitteln auszustatten. Ob der geplante Stellenabbau mit diesen Vorgaben vereinbar ist, ist daher auch eine europarechtliche Frage.
Eine Entlastung der Landesdatenschutzaufsicht wäre denkbar, wenn bestimmte Aufgaben künftig vom Bund übernommen würden. Tatsächlich sieht der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung eine Neuordnung vor: Zuständigkeiten und Kompetenzen der Datenschutzaufsicht sollen stärker bei der Bundesdatenschutzbeauftragten gebündelt werden.
Dahinter steht unter anderem die Sorge, dass unterschiedliche Auslegungen des Datenschutzrechts durch die Landesbehörden zu Wettbewerbsnachteilen für Unternehmen führen könnten.
Allerdings gibt es bereits ein Gremium, das genau solche Unterschiede verringern soll: die Datenschutzkonferenz (DSK). In ihr stimmen sich die Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder ab, erarbeiten gemeinsame Positionen und veröffentlichen Orientierungshilfen. Ihr Ziel ist eine möglichst einheitliche Anwendung des Datenschutzrechts in Deutschland.
Bislang ist von der angekündigten Neuordnung jedoch nichts Konkretes zu sehen. Die Bundesregierung hat noch keinen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Verlagerung von Zuständigkeiten auf den Bund regelt. Wann und in welchem Umfang die Landesbehörden tatsächlich entlastet würden, ist völlig offen.
Baden-Württemberg will die Stellen trotzdem schon jetzt streichen. Die Aufgaben bleiben – das Personal soll gehen.
Sollte die grün-schwarze Landesregierung ihre Kürzungspläne durchsetzen, hätte das gravierende Folgen für den Datenschutz in Baden-Württemberg. Weniger Personal bedeutet weniger Kapazitäten für Kontrollen, Beratungen und die Bearbeitung von Beschwerden. Datenschutzverstöße könnten länger unentdeckt bleiben oder erst mit erheblicher Verzögerung verfolgt werden.
Die Leidtragenden wären vor allem die Menschen, deren Beschwerden unbearbeitet liegen bleiben. Wer seine Rechte durchsetzen will, müsste dann womöglich häufiger selbst vor Gericht ziehen. Statt den Datenschutz wirksam zu gewährleisten, würde das Land die Verantwortung zunehmend auf die Betroffenen abwälzen.
Die Streichpläne sind unverantwortlich. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte sind ein hohes Gut; angesichts der technischen Entwicklungen und der Wildwest-Mentalität einiger Firmen ("einfach machen!") sind unsere Rechte zunehmend in Gefahr. Eine Aufsichtsbehörde muss arbeitsfähig sein, um gegen Datenschutzverstöße vorzugehen. Ist sie das nicht, wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger abgewürgt. Und das ist ganz sicher nicht das, was Baden-Württemberg zukunftsfähig macht. Die Landesregierung muss ihre Streichpläne zurückziehen.
Gregor Ziegltrum (links) und Dennis Schulz (rechts) präsentieren ihre Ergebnisse.

























