Das italienische Hacker.innenkollektiv Autistici/Inventati (A/I) stellte seit der Gründung 2001 eine Vielzahl von freien Kommunikationsdiensten im Internet zur Verfügung. Ein bekanntes Beispiel ist die Wordpress-Plattform NoBlogs. Nachdem es von der US-Regierung wegen angeblicher Unterstützung „der Antifa“ auf eine Liste von „globalen Terroristen“ gesetzt wurde, kann das Kollektiv seine Arbeit jetzt nicht mehr fortsetzen. Der Druck war einfach zu hoch. US-Dienste wie PayPal sperrten ihre Konten, Familienangehörige wurden bedroht.
Die netzpolitische Aktivistin Anne Roth hat als Userin von NoBlogs das Ausmaß des Schadens zusammengefasst: Betroffen sind 20.000 E-Mail-Accounts, 20.000 Blog-Instanzen, 5.000 Mailing-Listen, 1.500 Websites. Von Freiwilligen in Europa getragen und völlig legal.
Das ist eine Katastrophe, weil ein wichtiges Stück freier Infrastruktur wegbricht.
Es ist aber auch ein Skandal, weil es zeigt, dass Trump nur mit der Fingerpistole auf eine Organisation zeigen muss, um sie innerhalb kürzester Zeit zu vernichten. Auf eine europäische Organisation wohlbemerkt. Er sollte hier überhaupt keinen Einfluss haben.
Wenn es A/I treffen kann, kann es uns alle treffen, auch Digitalcourage. Trumps Willkür kennt keine Grenzen. Davon können auch Grönland und Kanada ein Lied singen. Sie wissen nur zu gut, dass es dazu keinerlei ersichtlichen Grund braucht. Wo bleibt die entschlossene Antwort aus Brüssel? Wir erwarten, dass sich die Politik schützend vor uns stellt und sich für solche Angriffe eine Antwort überlegt. Das dröhnende Schweigen aus der Politik in dieser Sache ist unerträglich und inakzeptabel.
Unsere europäische Dachorganisation EDRi hat einen offenen Brief nach Brüssel geschickt, den wir unterzeichnet haben.
Statt Polizisten soll in Kürze Software zur Verhaltenserkennung das Kottbusser Tor automatisiert überwachen. – CC-BY-NC-ND 2.0: Matthias Berg Fotograf Berlin
KI-Systeme saugen Daten auf wie Staubsauger Konfetti. Aber ist das legal? – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: No Revisions
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bei einem Besuch im Terrorismusabwehrzentrum GTAZ. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Andreas Gora
Jahrelang hat Google seine Nutzer:innen heimlich manipuliert, um ihre Standortdaten zu horten. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / NurPhoto
Auch die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) archiviert deutsche Websites. Wer sich aber durch das Archiv klicken will, muss dafür in einen der Lesesäle der DNB gehen, hier in Leipzig. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Stefan Noebel-Heise

Alle Aufnahmen findet ihr nun hier:
https://media.ccc.de/c/DS2026
All recordings can now be found here:
https://media.ccc.de/c/DS2026
by CCC Dresden (mail@c3d2.de) at September 20, 2026 11:59 PM
Mostly Harmless ist das erste große Event, das die Magrathea Laboratories ausrichten.
Mostly Harmless – kurz MHL – ist ein Wochenende für alle, die gerne ausprobieren, gestalten, diskutieren und gemeinsam Neues entstehen lassen. 2026 steht die Veranstaltung unter dem Motto „Follständig Harmlos – experimentieren, diskutieren und hacken“.
„Follständig“ verbindet den regionalen Karnevalsgruß „Fölsch foll“ mit dem bekannten „Mostly Harmless“-Motiv aus Douglas Adams’ Per Anhalter durch die Galaxis. Austragungsort ist die Konrad-Zuse-Stadt Hünfeld (Zuses Wahlheimat) – ein passender Ort für ein Wochenende zwischen Technik, Kreativität und neuen Ideen.
Ob Hackspace, IT-Szene, Kultur, Maker-Community oder einfach neugierig: Die MHL bringt Menschen zusammen, die Lust haben, voneinander zu lernen, gemeinsam zu tüfteln und neue Perspektiven zu entdecken.
Beginn: 9. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Ende: 11. Oktober 2026, 12:00 Uhr
Genre: Barcamp-style Hacking & Networking Event
Veranstaltungsort: Stadthalle Kolpinghaus, Klingelstraße 14, 36088 Hünfeld (OpenStreetMap)
Reguläres Ticket: 42€
Reduziertes Ticket: 23€
Kinder Ticket: 12€
Infos: mostly.harmless.world
Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!
Bei Fragen wendet euch einfach an info@mostly.harmless.world oder per Tröt an @mostly_harmless@chaos.social



































Journalist:innen versuchen, ihr Publikum auch über Soziale Medien zu erreichen. Die EU will sie dabei vor willkürlicher Moderation schützen. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Martin Hoffmann






